Braunviehfreunde reisen in die Lombardei IT

KIBA FarmDie Braunviehfreunde Entlebuch, inzwischen sind auch Schwyzer und Obwaldner dabei, gingen wieder auf Reisen. Nach dem Südtirol letztes Jahr, gings nach Italien in die Lombardei. Hervorragend organisiert von Albert Schönbächler, Willerzell mit freundlicher Unterstützung von Angelo Pozatti.

Bericht und Bilder: Erwin Kathriner

Den ersten Halt machten wir bei  der bekannten KIBA-Farm der Gebr. Barri, bestens bekannt von den Stieren Fact und Narkotic.

Als erstes wurden uns die Kälber gezeigt. Da sind wir fast etwas erschrocken. Die Kälber sahen kränklich und unterernährt aus. Sie werden nur mit Pulvermilch getränkt. Die Rinder waren in einem anderen Stall. Und nun zu den Kühen. Da staunten wir doch ganz gewaltig! Alle waren in einem Topzustand. Aus der Fact-Familie sahen wir die Grossmutter Playboy Tedesca, sie wird nur noch für Embryonen- gewinnung benutzt. Aufgefallen war unter anderen die Mutter von Volvo, Agenda Delicata, oder eine Kuh von Zenith CH. Im Stall stehen 220 Kühe mit 10000kg Milch mit 4% Eiweiss, Milchpreis 30Cent=33.5 Rp.
Am zweiten Tag gings zuerst zur Aziende Agritouristik la Fiorida in Mantanello.
Ein Betrieb mit 100 Kühen und Ziegen,mit eigener Käserei,Laden und Metzgerei. Im Hotelbetrieb mit 29 Zimmern können die eigenen Produkte sehr gut vermarktet werden. Der Betrieb wurde im Jahr 2000 von einem Automobilhändler gegründet. Heute arbeiten 65 Leute auf dem Betrieb. Viele Kühe und Rinder hatten einen Schweizer Vater.
Am Nachmittag gings ins Veltlin nahe der Schweizergrenze nach Piuro zu Gicaomini Marco Ein Betrieb fast ohne Land im Talbetrieb.Ab 1.Mai bis 1.Nov. werden fast alle Kühe gealpt auf einer Höhe von 1200 – 2600m.ü.M.Im Topbetrieb wird die Milch verkäst, die fertige Futtermischung für die Kühe wird zugekauft.Herdenleistung 12000kg,die Schotte wird den Kühen vertränkt, ohne Schotte gibt eine Kuh ca. 4 Liter weniger Milch/Tag. Milchpreis60 Rp. Eingesetzt wird nur Schweizergenetik.
Nachher gings zum Nachbar, Davide Del Curto .Ein Betrieb mit 45 Kühen auf 6ha. Die Kühe werden mit dem Lastwagen auf die Alp gefahren, die Rinder gehen zwei Tage zu Fuss.
Auf dem Roboterbetrieb wird die Milch ebenfalls verkäst. An der letzten Eropameisterschaft in Frankreich konnte Del Curto mit einer Wurlkuh einen Abteilungsieg erringen.
Am dritten Tag auf der Heimfahrt besuchten wir noch den Betrieb Pedrini.
Im neuen Stall sahen wir nur Topkühe. Auch einige aus Obwalden. Die Beni-Tochter Berna, von von Wyl Walti Kägiswil machte einen sehr guten Eindruck. Sie wurde an der Auktion in Giswil anfangs Sept. 2016 zu einem sehr guten Preis versteigert . Pedrini bewirtschaftet 100ha und drei Alpen. Die Milch wird im Winter in die nahe Käserei geliefert zu einem Preis von 79Rp.
(Erwin Kathriner)