Aktuelles
Am Samstag, 13. April 2013 feierte der VZV Siebnen / SZ sein 75 jähriges Jubiläum:
| Spezialwettbewerbe | Abteilungen | Vereinscup |
Am Dienstag, den 12. März 2013 fand im Landgasthof Schlüssel in Alpnach Dorf die Delegiertenversammlung des Obwaldner Braunviehzuchtverbandes statt.
|
Präsident Arnold Imfeld durfte über ein erfolgreiches Verbandsjahr berichten
Sepp Imfanger, Engelberg wurde für die 125'000 kg Lebensleistung seiner Kuh Infanger's Marvel MOERLI geehrt. |
|
Am Samstag, 23. März 2013 fand in Rothenthurm die 4. Schwyzer Top Show der Braunviehzüchtergruppe Schwyz statt.
Bilder: Hugo Studhalter

Kühe der Familie Huser
Wie alle zwei Jahre macht die Züchtergruppe Luzern einen zweitägigen Ausflug. Dieses Jahr organisierte Kurt Willmann und Luzia Bucheli eine interessante Reise in die Ostschweiz. Am Samstag-morgen den 16. März nahmen 18 Mitglieder diese Reise, die uns zuerst ins Toggenburg führte, in Angriff. Im noch tief verschneiten Neu St. Johann besuchten wir den Betrieb von der Familie Hansueli Huser. Bei Hansueli und seiner Familie merkte man sehr schnell, dass auf diesem Betrieb Braunviehzucht mit sehr viel Herzblut betrieben wird. Mit Jolden Patrizia und deren Familie konnten Huser`s in den letzten Jahren viele Schauerfolge vorweisen, diese nicht von ungefähr kommen.
Der ganze Viehbestand darf sich sehen lassen und wir waren von den sehr gepflegten Tieren beeindruckt.
Im Restaurant Moosbad in Wolfertswil nahmen wir das Mittagessen ein. Gottfried Jud gesellte sich beim Kaffee zu uns, weil wir im Anschluss den Betrieb von Gottfried Jud besichtigten. Dieser Betrieb gehört dem Kloster Magden. Es war imposant, die 80 Braunviehkühe und die 160 Jungtiere (eigene Aufzucht und Vertragsaufzucht) zu begutachten. Dieser Hof, der in der Bergzone 1 liegt, hat 83 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche. Gottfried Jud zeigte uns seinen profesionell geführten Landwirtschaftsbetrieb bis ins Detail.
Die Fahrt ging weiter nach Appenzell, wo wir das Hotel bezogen. Vor dem Nachtessen zeigte und erklärte uns der "Nachtwächter" von Appenzell die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte dieses Dorfes. Während und nach dem Nachtessen unterhielten uns fünf Einheimische mit ihrem Zäuerle.
Anschliessend genossen wir noch lange das Nachtleben von Appenzell.
Am Sonntagmorgen kam dann die Tagwache etwas früh. Konnten doch einige die Betten nur kurz gebrauchen. Nach einem reichhaltigen Morgenessen, machten wir uns auf den Weg zur Familie Lanker in Waldstatt. Dieser neuerbaute Laufstall, der 35 Braunviehkühen Platz bietet, imponierte uns durch seine Helligkeit und der guten Luft. Hansueli Lanker erklärte uns, dass ihnen nicht nur schöne sondern auch gute Kühe wichtig sind. Mit einem Stalldurchschnitt von fast 10000 kg Milch beweisen sie dies auch. Im Züchterstübli wurden wir dann noch gestärkt mit Kaffee und Kuchen, bevor wir die Heimreise antraten.
Auf dieser Reise durften wir einige gemütliche und interessante Stunden verbringen, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Aussicht der Familie Huser

Jungviehstall der Familie Jud

Kaffepause
Die DV des Nidwaldner Viehzuchtverbandes fand am Freitag, 1. März 2013 im
Rest. Schlüssel in Dallenwil statt.
Wurden von Präsident Werner Zimmerman und Bruno Käslin von Braunvieh Schweiz für ihre 100'000 er und 85'000 er Kühe geehrt:
- Joser Kiser, Ennetmoos für die Kuh Sudi Helga
- Anton Arnold, Ennetmoos für die Kuh Starbuck Stern
- Franz Odermatt, Ennetmoos für die Kuh Starbuck Sophie
- BG Etschenried, Obbürgen für die Kuh Ezio Fink
- Otto Bircher, Obbürgen für die Kuh Jupiter Elian
- Noldi Amstutz, Wiesenberg für die Kuh Starbuck Sureina
- Noldi Niederberger, Buochs für die Kuh Jetway Jara
Nidwaldner Kuh mit 125'000 kg Lebensleistung:

Pete Rose-ET JOLY von Odermatt/Wyrsch, Hinter-Linden, 6374 Buochs NW
Franz Philipp und Peter Bosshard referierten in Altdorf UR zur misslichen Lage beim Nutzviehmarkt und welche Kuh zu züchten sei. Das brennende Thema mobilisierte Züchter aus der ganzen Zentralschweiz.
In den heiligen Stuben zu Zug mache man heute noch zu wenig internationales Marketing für die Braunviehkuh. Mit solchen Aussagen fesselte Peter Bosshard von der Züchter-Service AG von der ersten Sekunde an seine Zuhörer. Bosshard und Franz Philipp von der Schwyzer Viehvermarktungs AG referierten am Fachabend zum Thema «Welche Kuh verlangt der Markt?». Der von der Züchtergruppe Uri-Gotthard und dem Landwirtschaftlichen Beratungsdienst Uri organisierte Anlass in Altdorf fand viele Besucher auch weit über die Kantonsgrenze hinaus.
Breite Meinungsvielfalt
Dass die aktuell düstere Milchmarktsituation der wichtigste Grund für die missliche Situation im Zucht- und Nutzvieh ist, war schnell erzählt. Aber bei der Diskussion darum, welche Kuh der Markt verlangt, waren sich dann die Anwesenden nicht einig. Die Diskussion ging von genug Milch für zum Beispiel Betriebe mit Alp bis hin von viel zu wenig Milch pro Kuh für Betriebe in bestem Futterbaugebiet.
Die Meinungen über die richtige Kuh waren so verschieden wie die Betriebe vom Bodensee bis zur höchsten Bergzone in der Zentralschweiz. Gerade darin orteten einige Votanten ein Problem für die Positionierung der Braunviehrasse. Bei Holstein gebe es eben nur eine Richtung, und dies heisse nach über 40 Jahren noch immer Milch, mehr Milch.
Exportchancen wären da:
Seit die Viehexportbeiträge gestrichen wurden und der Franken an Wert zugenommen habe, sei der Export praktisch zum Erliegen gekommen. Bisher habe der Viehexport immer auch als Marktentlastungsventil dem Inlandmarkt geholfen. Nun habe sich die Schweiz in vorauseilendem Gehorsam gegenüber dem Ausland wegen GATT- und WTO-Konformität selbst aus dem Markt genommen.
Dies sehr zur Freude im Ausland. Denn im Ausland seien die Nachfrage und der Handel mit Nutzvieh gross und kein Ende in Sicht. Im Gegenteil. So zeigte Bosshard Handelszahlen im Ausland mit Steigerungen von mehreren hundert Prozent.
Im Weiteren würde es Peter Bosshard gerne sehen, wenn man im Ausland für das Schweizer Braunvieh noch mehr Werbung machen würde. Auftritte in Verona mit Europameisterinnen seien zwar sehr wertvoll. Aber wenn dann darauf willige ausländische Käufer in der Schweiz speditiv einkaufen wollten, fehle dann hierzulande oft die professionelle Vermarktung. In der Schweiz falle ihm dies vor allem im Braunviehgebiet auf.
Bei Rindern Hebel ansetzen:
Zum Glück habe man aber noch Original Braunvieh. Diese Rasse sei im internationalen Handel immer wieder ein Türöffner für Genetik.
Die Braunviehrasse habe grosse Stärken, und, im Ausland richtig platziert, erfülle sie die gestellten Anforderungen jederzeit. Im Hochleistungssegment habe die Rasse aber zu oft massiv enttäuscht. Und enttäuschte Käufer kämen kein zweites Mal. So habe man einfach noch heute zu viele Versager bei den frisch gekalbten Rindern. Hier gelte es den Hebel anzusetzen.
Auch Franz Philipp machte bei seinen interessanten Auswertungen Aussagen zur Milchleistung. So würden Käufer aus dem Berggebiet bei Erstlaktierenden mindestens 24 Kilogramm Milch verlangen. Sei der Käufer aus dem Talgebiet, müsse die Milchleistung eher noch höher sein. Philipp betonte zudem, dass heute frisch gekalbte Kühe klar einen besseren Preis erzielen als hochträchtige Rinder. Im Berggebiet sei weiterhin ein gutes Exterieur-Tier gefragt. Jedoch keinen Käufer fänden Kühe, deren Zellzahlen etwas höher liegen.
Bericht aus dem Schweizer Bauer
Folgen Sie uns auf Social Media
© 2013 bis 2026 | Alle Rechte vorbehalten | vieh-zentralschweiz.ch | produziert durch web2use.ch






